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Es begann im Jahre 1783. Die Gebrüder Montgolfière, wissenschaftlich interessierte Papierfabrikanten aus dem Rhône-Tal, erkannten, dass aufsteigende, heiße Luft relativ leichte Materialien zum Fliegen bringt und experimentierten mit ersten Ballonen. Die erste Montgolfière war ein kugelähnlicher Sack aus Leinen von 12 m Durchmesser. Das Innere war mit einer dünnen Papierschicht ausgekleidet und ein Netz aus Schnur, das die gesamte Hülle umspannte, hielt diese in Form. Sie hängten darunter eine Schale, in der sie Wolle und Stroh verbrannten. Nach den ersten erfolgreichen Versuchen
sollten nun Passagiere mit an Bord, doch da man nicht wusste, ob der Ballon nicht vielleicht im Universum entschwand oder ob weiter oben überhaupt genügend Sauerstoff vorhanden ist, schickte man zunächst einmal die Tiere vor. Ein Hammel, ein Hahn und eine Gans wurden somit die ersten Ballonfahrer. Am 19. September 1783 hob der Ballon ab und landete gut 20 Minuten später wieder auf der Erde. Den Tieren ging es gut, also war man sich sicher: bemannte Luftreisen waren möglich. Doch nun trat König Ludwig der XVI. auf den Plan: von den Ballonen derart fasziniert, verfügte er, dass nur Adlige mit Ballonen fahren sollten. Darüber war man natürlich erbost und gab sich einfach selbst Adelstitel. So kamen die eigentlichen Ballonpiloten dann doch zu ihrem Recht...
Das dicke Ende sollte jedoch nach der Landung kommen: da Heißluftballone bis dato gänzlich unbekannt waren, dachte die ländliche Bevölkerung zunächst einmal, es kämen Feuerkugeln - direkt aus der Hölle - vom Himmel gefallen. Mit Mistforken und ähnlichem bewaffnet wurden die Ballone gestürmt und nicht selten verloren die Piloten dabei ihr Leben. Fortan nahm man ein Flasche Champagner mit, besänftigte nach der Landung mit einem kühlen Schlückchen die aufgebrachte Meute - und alles wurde gut!
Diese Tradition haben wir bis heute bewahrt: einen guten Schluck Sekt nach jeder Ballonfahrt...

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